1. Tag: Anreise in die Masurische Seenplatte
Sie reisen individuell an (Alternativen siehe oben), je nach Ankunftszeit erfolgen Tourbesprechung und Radausgabe am Abend oder am nächsten Vormittag.
2. Tag: Piaski – Popiellno – Nikolaiken (ca. 25 km)
Per Rad zur Schleuse Gruzianka und weiter nach Ruciane Nida, dem früheren Niedersee, ein beliebter Seglertreff und Urlaubsort. Anschließend über Wejsuny mit seiner hübschen, im Ordensstil erbauten Dorfkirche und über die Halbinsel Spirdingswerder zur Biologischen Station Popiellno. Hier wird der Tarpan, eine urzeitliche Pferderasse rückgezüchtet und im umliegenden Waldgebiet ausgewildert. Mit einer altertümlichen Seilzug-Fähre setzen Sie über den Beldahnsee über, wer mag, schwimmt nebenher. Weiter geht es per Rad zum Schwanenparadies am Lucknainer See. Während der Brutzeit halten sich hier bis zu eintausend Höckerschwänen auf, sie erinnern aus der Ferne an ein Meer voller Lotosblüten. Die Übernachtung erfolgt in oder bei Nikolaiken.
3. Tag: Nikolaiken – Ryn – Nikolaiken (ca. 25 km)
Im Laufe des Vormittags unternehmen Sie eine Schiffsfahrt mit der Weißen Flotte und erreichen Ryn, das frühere Rhein. Ein Besuch der Ordensburg lohnt, hier ist heute ein mondänes Hotel untergebracht. Im Innenhof kann man ein glasüberdecktes Rittergrab mit Beigaben betrachten. In Zondern dient ein 200jähriges Bauerhaus als Museum, es vermittelt das bäuerliche Leben zu Großmutters Zeiten. Am Talter Gewässer entlang – mit herrlicher Fernsicht auf die Seenplatte – geht es zurück nach Nikolaiken.
4. Tag: Nikolaiken – Ryn – Ketrzyn (ca. 55 km)
Auf dem Weg nach Ketrzyn, dem früheren Rastenburg, nutzen Sie heute die andere Seeseite und genießen unterwegs noch mehrmals die schöne Aussicht auf das Talter Gewässer. In Nakomiady lohnt ein Blick auf das renovierte Schlösschen mit seinem schönen alten Garten und in der ehemaligen Schäferei Owczarnia wartet ein kleines, privates Heimatmuseum auf seine Besucher.
5. Tag: Ketrzyn – Wolfsschanze (ca. 60 km)
Per Rad zu geht es Schloss Steinort, einst im Besitz der Grafen Lehndorff. Trotz des sichtbaren Verfalls vermittelt es einen interessanten Eindruck der früheren Pracht ostpreußischer Landgüter. Nach einem Stopp an der landschaftlich reizvollen See-Enge zwischen Mauer- und Dargainersee führt der Weg zur Wolfsschanze, einst Führerhauptquartier und heute Gedenkstätte des Widerstands vom 20. Juli 1944. In der mittelalterlichen Wehrkirche von Ketrzyn [Rastenburg] befindet sich ein Bild aus der Schule Lukas Cranachs.
6. Tag: Ketrzyn – Heiligelinde – Mragowo (ca. 50 km)
Über Rössel mit seiner restaurierten Ordensburg geht es zur Wallfahrtskirche „Heiligelinde“, ein barockes Kleinod inmitten der masurischen Wildnis. Sehenswert sind das geschmiedete Portal und das Orgelspiel mit seinen beweglichen Figuren. Durch verträumte Dörfer, Wiesen und Felder radeln Sie an eiszeitlichen Rinnenseen entlang. Unterwegs hören Sie den Kranich rufen oder beobachten Störche bei der Futtersuche. Die Stadt Mragowo [Sensburg] lädt zu einem abendlichen Bummel am Seeufer ein.
7. Tag: Mragowo – Kruttinnen – Piaski (ca. 55 km)
Nach dem Besuch des farbenfrohen Bauernmarkts, wo Obst und Gemüse aus Omas Garten angeboten wird, geht es durch den masurischen Landschaftspark zur Försterei Kleinort (Museum), wo der Heimatdichter Ernst Wiechert geboren wurde. Anschließend erreichen Sie das beschauliche Dorf Kruttinnen, wo das gleichnamige Urwaldflüsschen Kruttinna zu einer Stocherkahnfahrt einlädt. In und um Wojnowo [Eckertsdorf] haben sich im 19. Jh. viele russisch-orthodoxe Philipponen, die sog. „Altgläubigen“ niedergelassen. Sie bilden bis heute eine eigenständige Minderheit und halten an ihren religiösen Traditionen fest. Tagesziel der Etappe ist Piaski, der Ausgangsort dieser Radreise.
8. Tag: Abreise
Zum Reisebeginn bzw. Reiseende bietet sich eine Zusatznacht in Warschau an, einer pulsierenden Metropole mit vielen Sehenswürdigkeiten und interessantem Kulturprogramm. Gerne buchen wir für Sie auch eine Verlängerungswoche in Masuren, bitte fragen Sie bei Interesse an.